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Pflanzenschutz

Wirtspflanzen

Gerste, gelegentlich auch Weizen, Hafer und einige Gräser

Krankheitsbild

  • zunächst längliche, graugrüne Flecken, die dunkelbraun verfärben und vergilben
  • die Blattspreite schnürt an der Befallsstelle ab und stirbt ab
  • zum Schossende streifenförmige, hell- bis dunkelbraune Flecken auf den Blättern, die schließlich aufreißen
  • weniger häufig: Befall an Blattscheide, Spelzen und Grannen
  • zwei Ausprägungen, Netz- und Flecktyp (spot): bei Netztyp unregelmäßige braune Flecken mit netzartigem Muster, bei Spot-Typ dunkelbraune elliptische Verbräunungen, die von einem chlorotischen Hof umgeben sind

Befallsfördernde Faktoren

Strohreste, Ausfallgerste, zu frühe Saat, hohe Stickstoffgaben, Wachstumsregler, Befall von Sommergerste von benachbarter Wintergerste ausgehend, Keimung der Sporen bei Niederschlag in Kombination mit Temperaturen zwischen 15-20° C, Sortenunterschiede!
Witterung: feuchtwarm, ca. 20°C, mind. 95% Luftfeuchte. Inkubationszeit: 5 Tage.

Fungizidmaßnahmen

Gerste:


Bekämpfungsschwellen*

 Beobachtungseinheit  Pflanzen/Blätter mit Befall
 Halm/obere 3 Blätter  20%

 

Beobachtungsanleitung

  • im Herbst ab 3-Blatt-Stadium.
  • im Frühjahr ab Schossbeginn auf den oberen 3 Blättern (kann sich schnell entwickeln)

Verwechslungsmöglichkeiten

  • alle Krankheiten mit Fleckensymptomen, aber auch Abwehrreaktionen resistenter/ toleranter Sorten
  • Braunfleckenkrankheit, Magnesium- oder Manganmangel

Vorbeugende Maßnahmen

  • Einarbeitung von Stroh zur Förderung der Strohrotte
  • Beseitigen von Ausfallgerste
  • Gerstendurchwuchs in Raps bekämpfen
  • nicht zu frühe Saat
  • keine Sommergerste neben Wintergerste
  • Sortenwahl

 

*: Quelle Pflanzenschutzamt Niedersachsen