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Pflanzenschutz

Sprenkelkrankheit

Wirtspflanzen

Gerste, Gräser

Krankheitsbild

  • ab Mai nach dem Ährenschieben punktförmige Aufhellungen an den Blattspreiten, die sich zu dunkelbraunen bis braunschwarzen Nekrosen (Sprenkeln) mit gelbem Rand entwickeln
  • Befall der Stängel, Grannen und Körner
  • zusammenfließende Blattflecken, die durch die Blattadern begrenzt sind, verbräunen bis hin zum völligen Absterben/vorzeitigem Abreifen der Pflanze
  • schnelle Ausbreitung und rascher Verlauf, aber große Sortenunterschiede

Befallsfördernde Faktoren

Erreger überdauert auf abgestorbenem Material nur kurzzeitig, bedeutender ist die Übertragung auf der „Grünen Brücke“ über Gräser als Nebenwirte und Ausfallgetreide.
Witterung: hohe Sonneneinstrahlung, kühle Nächte, viel Tau. Inkubationszeit: 7 Tage.

Fungizidmaßnahmen

Gerste:

Beobachtungsanleitung

  • ab Mitte Mai auf den obersten Blattetagen

Verwechslungsmöglichkeiten

  • PLS/Physiological Leaf Spot/nicht parasitäre oder genetisch bedingte Blattflecken (keine Begrenzung der Nekrosen durch die Blattadern und kein gelber Rand um die Sprenkelung)
  • Netzflecken (Symptome auf Blattober-und Blattunterseite gleich, Auftreten über gesamte Vegetationsperiode)
  • Mehltauabwehrnekrosen (unterschiedliche Größe der Nekrosen, teilweise auch watteartiges Myzel zu sehen)
  • Pollennekrosen (mehr auf den oberen Blättern, kein gelber Hof, Nekrosen nicht scharf abgegrenzt)

Vorbeugende Maßnahmen

  • Sorgfältige Einarbeitung der Ernterückstände
  • Beseitigung des Auflaufgetreides und der aufgelaufenen Gräser zur Vermeidung der „Grünen Brücke“; besonders in Tallagen, feuchten Niederungen und Beständen in Gewässernähe
  • ab Mai regelmäßig kontrollieren

 

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