Wirtspflanzen
alle Getreidearten, gelegentlich Gräser, bedeutsam vor allem im Weizen
Krankheitsbild
-
Blattscheide zunächst unspezifisch verbräunt, danach meist in der Blattmitte liegende, spindelförmige bis ovale, beige bis hellbraune Flecke, Rand oft gelb gesäumt
-
Die Blattflecken verbinden sich, es entstehen Nekrosen, die Blätter vertrocknen (Blattdürre)
Befallsfördernde Faktoren
Übertragung durch Saatgut, Ernterückstände, Ausfallgetreide, Ascosporenverbreitung durch Wind. Befallsfördernd sind hohe Bestandsdichten, Mehltaubefall, zu hohe Stickstoffgaben oder starker Wachstumsreglereinsatz, anhaltende Niederschläge (Konidienverbreitung durch Spritzwasser), Sortenunterschiede, Sortenwahl (kurzstrohige Sorten sind anfälliger).
Witterung: Optimum bei 15-25°C, häufig Regen. Inkubationszeit: 20 Tage.
Fungizidmaßnahmen
Weizen:

Bekämpfungsschwellen*
| Beobachtungseinheit |
Pflanzen/Blätter mit Befall |
BBCH 32-37 Halm / obere
4 Blätter
BBCH 39-61 Halm / obere
3 Blätter
-zusätzlich Wetterparameter
heranziehen (36-48h Blattfeuchte) |
30%
10%
|
Beobachtungsanleitung
Verwechslungsmöglichkeiten
-
beim Weizen: Drechslera-Blattdürre (DTR), hier bleibt aber die Achse symptomfrei
-
oft Mischbefall mit Septoria nodorum (Unterscheidung durch Pyknidien, bei S. tritici schwarz)
Vorbeugende Maßnahmen
®1: Reg. Warenzeichen Syngenta
®2: Reg. Marke der Bayer AG, Leverkusen
*: Quelle Pflanzenschutzamt Niedersachsen