DuPont erörtert die Ergebnisse von Umweltverträglichkeitsprüfungen ausgewählter Druckverfahren
Zwei Studien zufolge bieten der Flexodruck und die thermale Plattenverarbeitung Umweltvorteile gegenüber den Alternativen
DuPont erörtert auf der Drupa 2008, in Halle 8B, Stand B23, die Ergebnisse zweier Lebenszyklusanalysen (LCA). Eine der Studien vergleicht den ökologischen Fußabdruck von Flexodruck und Tiefdruck, während die andere die Umweltauswirkungen der thermischen Plattenverarbeitung denen der lösemittelbasierten Verfahren für den Flexodruck gegenüberstellt. Die LCA-Studienergebnisse enthalten Daten bezüglich des Verbrauchs fossiler Energie und des Ausstoßes von Treibhausgasen (THG), zwei wichtige Faktoren für die Bewertung der Umweltverträglichkeit eines Produkts oder Verfahrens.
Den Erkenntnissen der Flexo- und Tiefdruck vergleichenden Studie zufolge führt die Anwendung des Flexoverfahrens bei der Bedruckung von Kunststofffolien für flexible Verpackungen bereits zu signifikanten Reduktionen sowohl des Verbrauchs nicht erneuerbarer Energie als auch der Treibhausgasemissionen um rund 50 Prozent. Einfacher gesagt, würden sich für jede Million Quadratmeter bedruckten Kunststoffsubstrats, die vom Tiefdruck auf Flexodruck umgestellt werden, die resultierenden Einsparungen fossiler Energie auf ungefähr 25.000 Gallonen (95.000 Liter) Benzin belaufen, während die Reduzierung bei den Treibhausgasemissionen der Abschaffung von etwa 40 Kraftfahrzeugen pro Jahr entsprächen.1 Um eine Bezugsgröße zu nennen: Die europäische Industrie flexibler Verpackungen verbraucht über 2,6 Millionen Tonnen Kunststofffolien2; das entspricht mehreren hundert Milliarden Quadratmetern.
Bei der reinen Betrachtung der Plattenentwicklungsverfahren[1] geht aus der Studie, in der die thermische Plattenverarbeitung mit der lösemittelbasierten verglichen wurde, hervor, dass die thermische Plattenherstellung zu einer Senkung des Verbrauchs fossiler Energie um rund 60 Prozent und zu einer Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen in Höhe von circa 51 Prozent führt. Anders ausgedrückt, würden sich pro 10.000 Quadratmeter verarbeiteter Flexodruckplatten die resultierenden Einsparungen fossiler Energie auf ungefähr 8.800 Gallonen (33.000 Liter) Benzin belaufen, während die Reduzierung bei den Treibhausgasemissionen der Abschaffung von etwa 16 Kraftfahrzeugen pro Jahr entsprächen.1 In einer Industrie, in der mehrere Millionen Quadratmeter Flexodruckplatten verarbeitet werden, ergibt sich somit ein bedeutendes Reduktionspotential.
„Eine Lebenszyklusanalyse ist eine der strengsten Methoden, um die Umweltauswirkungen eines Unternehmens zu untersuchen“, erklärte Lisa DiGate, Global Business Director von DuPont Packaging Graphics. „Wir haben uns für das standartisierte ISO- und Peer-Review-Verfahren entschieden, weil die Nachhaltigkeit in der Verpackung ein kritisches Thema für die gesunde Zukunft sowohl unserer Industrie als auch der Umwelt ist.“
Bei einer Lebenszyklusanalyse, die zur Bewertung des ökologischen Fußabdrucks verwendet wird, erfolgt eine Untersuchung der Rohstoffe, des Energieverbrauchs und der wesentlichen Emissionen in die Umwelt. Dabei handelt es sich um einen formalen Prozess mit spezifischen Vorschriften und Phasen für die Festlegung, welche Parameter gemessen werden müssen, wie die Daten zu erheben sind und wie die Verträglichkeitsprüfung durchzuführen und schließlich die Ergebnisse zu interpretieren sind. Die Lebenszyklusanalyse zu DuPont umfasste sowohl Lieferanten als auch Kunden und berücksichtigte die Rohstoffe, Energie, Abfälle und Emissionen, die vom Anfang der Prozesskette – in diesem Fall ab Herstellung der Bildträger – bis zum Ende – hier die bedruckten Verpackungsmaterialien am Ende des Druckverfahrens – anfallen. Die LCA wurden in Übereinstimmung mit den ISO-Normen 14040 und 14044 durchgeführt und im Peer-Review-Verfahren von einem Gremium aus fünf unabhängigen Experten begutachtet. Dieses Expertengremium wurde von Five Winds International koordiniert, einem weltweit agierenden Consulting-Unternehmen mit anerkannter Kompetenz in nachhaltiger Entwicklung. Die Ergebnisse der DuPont betreffenden LCA sind provisorisch genehmigt, die abschließenden Unterschriften des LCA-Peer-Review-Gremiums stehen noch aus.
DuPont plant, die vollständigen LCA-Berichte Ende Juni 2008 zu veröffentlichen.
Anmerkung 1: Basierend auf konservativen Schätzungen anhand eines typischen US-amerikanischen PKW.
Anmerkung 2: Quelle: PCI Films Consulting, Ltd
[1]Anm. d. Übers.: „oder Plattenbelichtungsverfahren
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3. Juni 2008
DuPont Packaging Graphics (http://www.packaging-graphics.dupont.com) gehört zu den weltweit führenden Herstellern von analogen und digitalen Cyrel® Flexodruckplatten für die Verpackungsindustrie und bietet mit Cyrel® FAST eines der bekanntesten lösemittelfreien Plattenherstellungssysteme für den Digitaldruck.
DuPont (http://www.dupont.com) ist ein wissenschaftlich orientiertes Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen sowie Transport.
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