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Teflon<sup>®</sup>

Entwicklung von Teflon® Antihaftbeschichtungen

1938 untersuchte Roy Plunkett Kältemittel in einem geschlossenenZylinder. Als er den Behälter wieder öffnete, war das Gas verschwunden. Es hatte sich polymerisiert und war zu Polytetrafluorethylen (PTFE) geworden, einem Polymer, das extrem glatt und widerstandsfähig gegen Hitze und Chemikalien ist. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Material im Rahmen des Manhattan-Projekts eingesetzt. In den 50er-Jahren fand es unter der Marke Teflon® Verwendung in der Elektro-, Chemie- und Automobilbranche. In den frühen 60er-Jahren setzte ein Boom ein, als Teflon® für Antihaftversiegelungen von Kochgeschirr eingesetzt wurde.

Roy J. Plunkett (1910–1994) ist der Entdecker von Teflon® und setzte auch nach seiner berühmten Erfindung im Jahr 1938 seine erfolgreiche, lange Karriere bei DuPont fort. Er begann bei DuPont direkt nach seiner Promotion in Organischer Chemie an der Ohio State University im Jahr 1936. Im April 1938 war er erst 27 Jahre alt, als ihm bei seinen Experimenten mit Gasen in Verbindung mit Freon® Kältemitteln etwas Ungewöhnliches auffiel. Über Nacht war eine Probe zu einem weißen, wachsartigen Feststoff geworden. Statt den scheinbaren Fehler auszusortieren, testeten Plunkett und sein Assistent das neue Polymer und entdeckten einige ungewöhnliche Eigenschaften: Es war sehr glatt und inert gegenüber beinahe allen Chemikalien, einschließlich stark aggressiver Säuren. Das Produkt, das 1945 den Namen Teflon® erhielt, wurde zuerst vom  Militär bei Granaten und der Herstellung von radioaktivem Material im Manhattan-Projekt eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand man bei DuPont vielseitige Verwendungszwecke für Teflon® Polymere, wie zum Beispiel elektrische Isolierungen für Kabel oder Schutz gegen Flecken und Verschmutzung von Geweben sowie Antihaftversiegelungen für Kochgeschirr.

Plunkett verließ 1939 das Jackson Labor von DuPont, wo er seine berühmte Entdeckung gemacht hatte, und wurde leitender Chemiker im Blei-Tetraethylwerk von DuPont in Chambers Works. Dort arbeitete er bis 1952 auf verschiedenen Verwaltungsposten, dann in der Abteilung Organische Chemie und kehrte schließlich zu den Freon® Produkten zurück. Er war Werksdirektor und ging 1975 in den Ruhestand. Plunkett wurde vielfach ausgezeichnet. Er wurde unter anderem 1973 in die Plastics Hall of Fame und 1985 in die National Inventors Hall of Fame aufgenommen. DuPont initiierte einen Preis mit seinem Namen, der erstmals 1988 vergeben wurde, als sich die Entdeckung von Teflon® zum fünfzigsten Mal jährte. Der Plunkett-Preis wird für neue, bahnbrechende Anwendungen von Teflon® Fluorkunststoffen verliehen.